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2026 im Überblick: Auf diese Verbesserungen können wir uns heuer freuen

Umsatzsteuerfreie Hygieneprodukte, höherer Pendlereuro, 500 Millionen Euro Gesundheitsreformfonds – das und vieles mehr bringt der Jahreswechsel mit sich. Hier die wichtigsten Maßnahmen im Überblick.

Das Jahr 2026 bringt für viele Menschen in Österreich handfeste Verbesserungen im Alltag: von steuerlichen Entlastungen über gesundheitspolitische Reformen bis hin zu neuen Beschäftigungs- und Weiterbildungsmaßnahmen. Während die Bundesregierung ihren Kurs der sozialen Budgetkonsolidierung fortsetzt, stehen zugleich zahlreiche Maßnahmen zur Entlastung und Modernisierung des Landes in den Startlöchern. Werfen wir gemeinsam einen Blick auf die wichtigsten Verbesserungen 2026.

Steuerentlastung und finanzielle Erleichterungen

Mit dem Jahreswechsel sind mehrere steuerliche Erleichterungen wirksam geworden, die direkt in der Geldbörse spürbar sein sollen. Vor allem Frauen und Pendler:innen dürfen sich über finanzielle Entlastung freuen. So entfällt mit 1. Jänner die Umsatzsteuer auf Hygieneprodukte wie Tampons, Binden und Slipeinlagen. Auch Verhütungsmittel wie Hormonspiralen und Kondome sind ab jetzt von der Umsatzsteuer befreit und somit deutlich günstiger. Gleichzeitig wurde der sogenannte Pendlereuro von zwei auf sechs Euro pro Kilometer erhöht – eine spürbare Entlastung für alle Pendlerinnen und Pendler.

Auch kleinere Unternehmen profitieren durch eine erhöhte Basispauschalierung im Steuerrecht, die höhere Betriebsausgaben ohne Nachweis zulässt und so bürokratische Hürden senkt.

Zudem sinkt die Elektrizitätsabgabe vorübergehend von derzeit 1,5 Cent je kWh auf 0,82 Cent bzw. auf 0,1 Cent für alle Privathaushalte – eine Maßnahme, die bald auf der Stromrechnung sichtbar werden sollte.

Soziales und Gesundheit: Mehr Unterstützung im Alltag

Die Bundesregierung hat im vergangenen Jahr mehrere sozialpolitische Maßnahmen beschlossen, die 2026 in Kraft treten. Dabei lag ein bedeutender Schwerpunkt auf der Gesundheitspolitik: Mit dem Gesundheitsreformfonds stehen nun jährlich 500 Millionen Euro für die Modernisierung und Stärkung des Gesundheitssystems zur Verfügung. Damit investiert die Bundesregierung unter anderem in Primärversorgungseinheiten. Konkret bedeutet das:

  • bessere wohnortnahe Versorgung (vor allem im ländlichen Raum)
  • Längere Öffnungszeiten
  • Stärkung von Präventionsmaßnahmen

Zudem wird ein Arzneimittelkostendeckel eingeführt und die Rezeptgebühr mit dem Wert von 2025 (7,55 Euro) eingefroren – damit werden insbesondere chronisch Erkrankte und ältere Menschen entlastet.

Investitionen in die Zukunft

Auch auf dem Arbeitsmarkt bringt 2026 einige Verbesserungen mit sich. Unter anderem löst die Weiterbildungszeit die vielseits kritisierte Bildungskarenz ab. Diese birgt neben strengeren Rahmenbedingungen auch einen erleichterten Zugang für Geringverdienende.

Mit der Aktion 55Plus sollen ältere Langzeitarbeitslose bessere Chancen am Arbeitsmarkt erhalten. Außerdem bekommen freie Dienstnehmerinnen und Dienstnehmer durch kollektivvertragliche Mindeststandards mehr Rechtssicherheit.

Auch im Bildungssektor gibt es positive Veränderungen: 65 Mio. Euro fließen nun zusätzlich in Schulen mit besonderen Herausforderungen. Damit kann künftig mehr Personal – Lehrkräfte aber auch Psycholog:innen – zur Verfügung gestellt werden.

Studierende können sich heuer auf mehr Studienbeihilfe freuen: Diese steigt ab September um 2,7 Prozent. Zudem startet ein neues Psychotherapie-Masterstudium. Mit insgesamt 500 Studienplätzen geht das Masterstudium im Winterssemester 2026/27 in die erste Runde.

Stärkung der Lebensqualität

Ein weiteres zentrales Element der Reformagenda ist die Stärkung der Lebensqualität: Die Mietpreisbremse wird ausgeweitet, inklusive einer ersten gesetzlichen Deckelung im freien Mietmarkt und längeren Mindestbefristungen (fünf statt drei Jahren), um Umzugskosten und Wohnunsicherheit zu reduzieren.

Im Bereich Pflege werden Pflegekräfte bessergestellt, indem sie in die Schwerarbeitsverordnung aufgenommen werden. Auch das Pflegegeld werde trotz Budgetkonsolidierung weiter angepasst.

Fazit:

Das Jahr 2026 steht in Österreich im Zeichen spürbarer Verbesserungen für breite Bevölkerungsschichten: Steuerentlastungen, modernisierte Sozial- und Gesundheitspolitik sowie gezielte Maßnahmen zur Arbeitsmarkt- und Lebensqualitätsförderung sollen die Österreicherinnen und Österreicher heuer auf allen Ebenen unterstützen – ein sozialpolitischer Kurs der hoffentlich auch über das Jahresende hinweg, langfristige Verbesserungen mit sich zieht.

NeueZeit Redaktion

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