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Im Bundesländer Ranking auf letztem Platz: In OÖ haben Krabbelstuben am längsten geschlossen

Eine neue Studie der Statistik Austria zeigt: In Österreich bleiben die Kindergärten durchschnittlich an rund 25 Betriebstagen geschlossen. Wien hat die wenigsten (10), Tirol die meisten (38) Schließtage. Bei den Krabbelstuben hingegen landet das schwarz-blau regierte Oberösterreich mit 27,2 Schließtagen im Jahr auf dem letzten Platz. Und auch bei den Kindergärten hat OÖ Aufholbedarf.

Die Statistik Austria hat die Öffnungszeiten der Kinderbetreuungseinrichtungen im ganzen Land untersucht. Das Ergebnis: Die Kindergärten blieben im vergangenen Jahr im Schnitt an rund 25 Betriebstagen im Jahr geschlossen. Als „Gewinner“ des Bundesländer-Rankings geht Wien hervor: In der Bundeshauptstadt haben die Kindergärten im Schnitt nur zehn Schließtage. Den zweiten Platz teilen sich die Steiermark und das Burgenland mit je 24 Tagen. In Tirol haben die Kindergärten mit Abstand am längsten zu (38 Tage).

Oberösterreich liegt mit „nur“ 26,6 Schließtagen von Kindergärten knapp über dem Österreich-Durchschnitt. Ganz anders verhält es sich aber bei den Kinderkrippen, den Betreuungseinrichtungen für unter Dreijährige.

Letzter Platz für OÖ – Kinderkrippen in Oberösterreich sind an 27,2 Tagen zu

Laut Statistik Austria haben Krabbelstuben in Oberösterreich 27,2 Schließtage im Jahr – das sind die meisten in ganz Österreich. In Wien hingegen haben Krabbelstuben durchschnittlich nur zehn Tage pro Jahr zu.

Das bedeutet, dass erwerbstätige Eltern in Oberösterreich für mehr als fünf Wochen eine alternative Betreuung für ihre Kids finden müssen. Und das kann sich schnell einmal auf´s Geldbörserl auswirken: Denn wer keine Unterstützung im privaten Familien- oder Freundeskreis findet, muss sich entweder „Sonderurlaub“ nehmen oder eine „Tagesmutter“ engagieren, die wiederum Geld kostet. Oder gleich zur Gänze auf Arbeit und Job verzichten.

Öffnungszeiten der Kindergärten passen oft nicht zu Arbeitszeiten der Eltern

Ähnlich verhält es sich mit den Öffnungszeiten der Kinderbetreuungseinrichtungen in Österreich: Die überwiegende Mehrzahl der Kindergärten öffnet laut Statistik Austria zwischen 07.00 und 07.29 Uhr. Viele Eltern beginnen aber schon vor 07.00 Uhr mit der Arbeit. Sie müssen eine Lösung für die zwischenzeitliche Betreuung ihrer Kids finden.

Wiener Familien haben´s hier deutlich einfacher: Die Kindergärten in der Bundeshauptstadt öffnen schon zwischen 06.00 und 06.29 Uhr. Sie haben auch am längsten offen: Von den rund 700 Kindergärten können in rund 600 davon die Kinder bis 17.00 Uhr bleiben. Das erleichtert vor allem Vollzeit arbeitenden Eltern das Abholen der Kids.

Anders verhält es sich im Rest von Österreich: Ein Fünftel der Kindergärten schließt schon um 14.00 Uhr – die meisten davon befinden sich in der Steiermark. Hier schicken rund 300 der 700 Kindergärten die Kleinen ab zwei Uhr nachmittags nach Hause.

Insgesamt haben nur 371 der 4.600 Kindergärten zwölf Stunden oder länger geöffnet.

Nur jedes 5. Kleinkind in OÖ hat einen Betreuungsplatz

Das von ÖVP und FPÖ regierte Oberösterreich hinkt in Sachen Kinderbetreuung schon länger hinterher. Der österreichweite Familienreport wies für OÖ im letzten Jahr die niedrigste Betreuungsquote der unter Dreijährigen aus. Nur jedes fünfte Kleinkind hatte in Oberösterreich einen Betreuungsplatz.

Der oberösterreichische Aufholbedarf bei den Betreuungseinrichtungen ist schon seit Jahren bekannt, die zuständige Bildungslandesrätin Christine Haberlander (ÖVP) deswegen schon länger in der Kritik. Allein: Passiert ist bisher nicht wirklich etwas.

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