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35.000 Euro Spesen für Koza? Prüfbericht in Vösendorf sorgt vor Neu-Wahl für Sprengstoff

Sollte Hannes Koza am Sonntag aus seinem Bürgermeister-Amt gewählt werden, widmet er sich dann wieder dem Kochen?

Ein Prüfbericht mit Sprengkraft: Der steht seit Dienstagabend auf der Gemeindewebseite von Vösendorf. Laut dieses Berichts hätte der noch amtierende Bürgermeister Hannes Koza 35.000 Euro Spesen zwischen 2020 und 2023 verrechnen lassen. Ein möglicher Grund, warum die Veröffentlichung des Berichts erst wenige Tage vor der Wahl geschah? 

Nach wochenlangem Hin und Her wurde am Dienstagabend, fünf Tage vor der Neu-Wahl in Vösendorf, der Prüfungsbericht der Gemeinde veröffentlicht. Der Inhalt hat Sprengkraft: 35.000 Euro Spesen habe der derzeitige Vösendorfer Bürgermeister zwischen 2020 und 2023 verrechnen lassen – eine gewaltige Summe, kritisieren auch die Gemeindeprüfer. Wenige Tage vor der von Koza ausgerufenen Neu-Wahl wirbelt das noch einmal Staub in der Gemeinde im Speckgürtel auf.

Vösendorf vor Neu-Wahl – Sind Bürgermeister-Tage von Koza gezählt?

Was in diesem Bericht steht, hat durchaus Sprengkraft. Besonders auffällig sind die verrechneten Spesen. Zum Vergleich, Kozas Vorgängerin, Andrea Stipkovits (SPÖ), lies sich im Zeitraum 2017-2020 1.800 Euro an Spesen auszahlen. Landesmeister im Rechnung schreiben, Hannes Koza ließ sich hingegen, seit seiner Wahl 2020, mehr als 35.000 Euro ausbezahlen.

Trotzdem holt Koza zum Gegenschlag aus. Auch gegen einen heute über 80-jährigen Ex-Bürgermeister, aber das ist eine andere Geschichte. Wie ernst die Vösendorferinnen und Vösendorfer die letzten Versuche des Machterhalts des möglicherweise scheidenden Dorfkaisers nehmen, wird sich am Sonntag bei der Wahlurne zeigen. 

Kritik im Landtag: Verschleierungsmanöver von Koza und ÖVP

Rückendeckung erhält Koza bei seinen Verschleierungsmanövern von der Niederösterreichischen Landespartei und Ihrem Koalitionspartner, der FPÖ. Klubobmann Hannes Weninger (SPÖ) und LAbg. Wolfgang Kocevar (SPÖ) sehen das hingegen ganz anders. In einer Presseaussendung kritisieren sie, dass Schwarz-blau im Niederösterreichischen Landtag die Veröffentlichung der Gebarungsprüfung gezielt verhindert hätten.

Zuvor hatte die Koalition aus ÖVP und FPÖ eine Prüfung durch den Landesrechnungshof, unter fadenscheinigen Begründungen, blockiert. Jetzt sollte der Bericht zwar an Koza, als Bürgermeister der betroffenen Gemeinde, übermittelt werden – jedoch muss Koza diesen nicht veröffentlichen. Grund dafür ist, dass der Gemeinderat, dem Koza Rechenschaft schuldig wäre, von ihm aufgelöst wurde.

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